Betriebsbesichtigung bei der

Audi Hungaria Kft. im Werk Györ

Die Tigerstaaten von heute heißen aus Sicht der Automobilindustrie Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Slowenien und Rumänien (kurz: Automotive Region Eastern Europe, AREE). In diese Länder haben VW, PSA & Co. in den letzten Jahren kräftig investiert. Schon jetzt befinden sich im 300-Kilometer-Umkreis von Wien rund ein Dutzend Automobilwerke und nun folgen die asiatischen Hersteller, die den europäischen Markt von Osteuropa aus erobern wollen. In 2 Jahren werden rund 5% der weltweiten Fahrzeugproduktion in Osteuropa von den Bändern laufen. Grund genug, die AREE als "Detroit des Ostens" zu bezeichnen.

Vor diesem Hintergrund besuchten wir das Werk Györ in Westungarn, wo Audi seit 1992 Motoren für fast die gesamte Audi-Palette erzeugt. Allein in den ersten 9 Monaten des Jahres 2006 waren es insgesamt 1,44 Millionen Stück, was einer Steigerung von 14,5% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht.
In Kooperation mit dem Mutterwerk in Ingolstadt begann 1998 die Serienproduktion von Audi TT-Modellen im Werk Györ, wo bisher mehr als 145.000 Audi Coupè und Audi TT Roadster von den Montagebändern gerollt sind. Seit April 2001 werden zusätzlich Audi 3 endmontiert. Bis Ende September 2006 verließen 13.313 Fahrzeuge die Werkshallen, davon 8.843 neue Audi TT Coupè.
Am 1. Dezember 2006 traf eine Gruppe von 27 Teilnehmern im Bus um 10.00 Uhr zur Werksführung ein. Einem freundlichem Empfang mit diversen Erfrischungen folgte die audiovisuelle Einführung in die Firmengeschichte. Anschließend begann der Rundgang durch die Motorenfertigungshalle. Geführt von einem deutschsprachigen Verantwortlichen sahen wir die Stationen der Motorenmontage. 2005 erfolgte die Fertigstellung des 10,000.000sten Motors und die Erweiterung des Betriebsgeländes auf rund 1,7 Millionen Quadratkilometer. Aufgrund der riesigen Ausdehnung des Areals ging es mit dem Bus weiter zum Werkzeugbau, wo die Vorrichtungen und Formwerkzeuge für die Produktion hergestellt und instandgehalten werden.
Nach der Besichtigung fuhren wir zum Györcenter, wo uns ein Stadtführer erwartete. Wir folgten Herrn Horvath vorbei am schönen Rathaus durch die Fußgängerzone zum National-theater, zum Szèchenyiplatz mit der Benediktinerabtei und der Museumsapotheke. Weiter ging es zum Zusammenfluss der Raab und der Mosoner Donau, der Theologischen Hochschule und der Bischofsburg zum Dom.
Das vorgesehene Rahmenprogramm brachte uns in einer halbstündigen Busfahrt in die Puszta zu einer 200 Jahre alten Csarda. Empfangen von einem echten Pferdehirten mit haus-gemachtem Palinka und Pogacsa gingen wir in den Weinkeller zur Weinverkostung von wo wir anschließend in die Csarda wechselten, wo die geistige und körperliche Stärkung stattfand.
Nach zweistündiger Fahrt waren wir wieder in Wien angelangt. Die Teilnehmer waren sich einig, einen schönen, interessanten Tag verbracht zu haben.

Franz Karl

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