Landesstelle Oberösterreich

Exkursion bei der Firma FACC
(Fischer Advanced Composite Componets AG)

Firmenbesichtigung beim größten und modernsten Flugzeug - Bauteilehersteller Österreichs

Am 31.05.2001 um 14:00 Uhr begrüßte Hr. Großpötzl (Produktionsleiter) 24 Kollegen der Landesstelle O.Ö. zur Firmenbesichtung bei FACC (Fischer Advanced Composite Componets AG) in Ried.
Die Eigentümer des Betriebes: Fischer Ges.m.b.H (47,5 %), Österreichische Saline AG (47,5 %), DI Walter Stephan (5 %).
Der Mitarbeiterstand: ~ 950 Beschäftigte.
Die FACC besitzt in Ort/Innkreis noch einen weiteren Standort.
Die Firma ist das führende Unternehmen in Österreich, das sich mit der Entwicklung, Produktion und Wartung von Luftfahrtbauteilen befasst.
Zu den Kunden von FACC zählen praktisch alle großen Namen der Luftfahrt, wie Boeing, Bombadier Aerospace und Dornier-Fairchild.
Das Hauptbetätigungsfeld sind Strukturbaustoffteile, wie Teile von Triebwerksverkleidungen oder Steuerflächen, sowie Innenausstattungen von Verkehrsflugzeugen.
"Sitzt der Passagier in der Boing 717, ist alles um ihn herum von FACC"
Ein Großteil der Teile wird in einem Cleanraum hergestellt.
Nach Angabe von Hrn. Großpötzl werden ~ 35 000 Bauteile gefertigt, überwiegend in Handarbeit. Die durchschnittliche Zykluszeit für einen Bauteil beträgt 5 Std. Die Aushärtetemperatur ca. 80 C. Der Aufbewahrungszeitraum der Dokumentation pro Teil mindestens 25 Jahre.
Die meistverwendeten Materialien sind, Glas-, Kohle- und Keflarfasern.
Dieses Material ist durch nichts zu erschüttern. Es ist gerade mal einen halben Zentimeter dick, halb so schwer wie Aluminium und fast so fest wie Stahl oder Titan.
Schicht für Schicht werden die Fasern mit Phenolharzen überzogen und wabenförmig zusammengeklebt. Das Ergebnis ist der härteste Verbundstoff der Welt - und der leichteste. Ein Material, von dem die Flugzeugkonstrukteure auf der ganzen Welt schwärmen.
Wir bedanken uns bei der Geschäftsführung und bei Herrn Großpötzl für die interessante Führung im Werk. Wie immer war die Zeit zu knapp und so blieben einige nicht ausgesprochene Fragen beim gemütlichen Ausklang unter den Kollegen zur Diskussion übrig.

F.P.

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