Landesstelle Oberösterreich

Besichtigung der Fa. MCE Maschinen u. Apparatebau in Linz

Die MCE Maschinen u. Apparatebau ist Kompetenzzentrum für die Sparten Maschinenbau, Apparate- Anlagenbau und Maschinenmontage. Sie sind auf die Herstellung großer, schwerer und komplexe Bauteile aus Stahl spezialisiert.

Im März 2007 besichtigten wir diese Firma. Begrüßt durch Herrn Engelbert Hager vom Vertrieb wurde 26 Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg. Schon damit sehen wir welch einen Stellenwert diese Firma in der österreichischen Wirtschaft hat.

MCE ist ein Fertigungsbetrieb für Hydrokomponenten, Gas- u. Dampfturbinenteilen, Druckbehälter- und Apparatebau sowie Anlagenkomponenten aller Art.

Von den MCE - Spezialisten für Einzel- und Klein-Serienfertigung werden auch außergewöhnliche Anforderungen erfüllt. Detailengineering, Fertigungsberatung, Werkstoffprüfungen, Maschinenmontagen und Reparaturen ergänzen dieses Angebot. Die breite Leistungspalette ermöglicht sichere und kostengünstige Verarbeitung auch hochwertiger Stähle.
Es gibt kaum eine Stahllegierung, welche im Apparate- und Anlagenbau noch nicht verschweißt wurde. Durch mehr als 2.000 Verfahrensprüfungen ist der Apparatebau für jede denkbare Herausforderung gerüstet.
Die Fertigungskompetenz des Maschinenbaues reicht von der Fertigung von Turbinenlaufrädern, über Flugzeugteile bis zum einbaufertigen Dampfturbinengehäuse.
Die Leistungspalette der Montage ist die logische Ergänzung des Leistungsspektrums von Apparatebau und Mechanischer Fertigung.
Montagen, Testläufe und Leerlauferprobungen, aber auch Supervisor- und Montagetätigkeiten auf Baustellen veranschaulichen das vielschichtige Betätigungsfeld der MCE Spezialisten.

Herr Josef Sonnleitner ermöglichte den Besuch und begleitete uns durchs Werk. Wir sahen beim Rundgang durch mehrere sehr große Hallen die derzeit in Fertigung befindlichen Baugruppen und die vorhandenen Betriebsmitten.

Auf Roll- und Biegemaschinen können Blechdicken bis über 100 mm verformt werden. In Glühöfen werden Teile bis 20 Meter Länge vergütet.

In einer Halle sind verschieden große Bohrwerke - bis Werkstückgrößen von 18 m Ø können bearbeitet werden. Alle Werkzeuge werden natürlich voreingestellt um die Rüstzeiten zu minimieren. Beschaffungszeit der Gussteile von mehr als ein halbes Jahr lassen natürlich 0 Fehler und keinen Ausschuss zu. Auf einem der Bohrwerke wurde für ein Kraftwerk in Finnland ein Spiralgehäuse mit Gussgewicht von 70.000 kg bearbeitet.

In der Schweißhalle wird gerade ein Wärmetauscher mit einer Länge von 15 m und einem Durchmesser von ca. 5 Meter fertig gestellt.

Sehr große Halbschalen, auch Turbinenteile für ein Kraftwerk, benötigen Schweißzeiten pro Teil von 5.000 Stunden - 6 Schweißer werken gemeinsam pro Schicht. Hier können die geprüften Schweißer Ihre Legitimation verewigen. Sagt man doch, dass eine saubere, optimale Naht die Handschrift und die Qualität des Schweißers ausdrückt.

Gefertigt wurde bei MCE auch eine Zentrifuge für Pilotenausbildung, sowie die Tankdeckel für die stärkste Trägerrakete Europas. Die Ariane wird vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch Guyana in den Weltraum geschossen. Erst vor kurzem wurde wieder eine Rakete mit zwei Kommunikations-Satelliten im All ausgesetzt.

Zur Überholung wurde eine komplette Turbine eines Flusskraftwerkes bearbeitet. Wir konnten die Einflüsse der Kavitation sehen. Da einige Flügeln schon behandelt waren, sahen wir auch den Unterschied. Dass alle Teile auch geprüft und die Werte dokumentiert werden, gehört zum Prozess.

Nach dem Rundgang wurde noch längere Zeit über das Gesehene diskutiert und Herr Sonnleitner beantwortete alle Fragen.

Wieder ein Paradebetrieb der (OÖ) Wirtschaft.

H. Rescheneder

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