Wissenswertes

 

 

„Für Kontrolle haben Chefs immer Zeit“

Wenn Mitarbeiter „Dienst nach Vorschrift“ machen, ist das in der Regel auf Defizite in der Personalführung zurückzuführen, zeigt der aktuelle Engagement Index.

WIEN. Magere 16 Prozent der Mitarbeiter sind bereit, sich freiwillig für ihre Firma einzusetzen. 67 Prozent leisten Dienst nach Vorschrift; 17 Prozent sind emotional ungebunden und haben bereits innerlich gekündigt. Das zeigt der aktuelle Gallup Engagement Index. 1300 Mitarbeiter wurden befragt. Dass sich die Zahlen diesmal nur auf Deutschland beziehen, tut nichts zur Sache. Auch hierzulande knirscht es ordentlich in dem einen oder anderen Unternehmensgetriebe.

Fakt ist: Die Qualität der Führung und die Unternehmenskultur sind entscheidend, um Mitarbeiter zu binden - Optimierungsbedarf gibt es genug. „Die Ursachen für die geringe emotionale Mitarbeiterbindung lassen sich in der Regel auf Defizite in der Personalführung zurückführen", sagt Gallup-Studienleiter Marco Nink. Er sieht zwar im Vergleich zu den älteren Studien einige Verbesserungen. Einen Grund, sich zurückzulehnen, gibt es aber nicht. „Mitarbeiter sind zwar weniger demotiviert, werden durch Führungsverhalten aber noch lange nicht zu Höchstleistungen angespornt", sagt Nink.

Gestiegene Ansprüche

„Der Anspruch der Mitarbeiter steigt", bestätigt auch Erich Pachoinig, geschäftsführender Gesellschafter der Neways Management und Beratungs GmbH. Und auch er nimmt die Vorgesetzten in die Pflicht, wohl wissend, dass sie bei dem Thema vor allem ein Problem haben: Zeitmangel. „Mitarbeiter bestätigen immer wieder: Führungskräfte haben zu wenig Zeit. Selbst wenn es passt, wird nichts gesagt. Aber der Mitarbeiter hat ein Recht auf Feedback. Das kann ich nur geben, wenn ich vorher hingeschaut habe."

Sein Credo: „Für Führung brauche ich Zeit - und die richtige Einstellung." Viele Führungsinstrumente verstauben laut dem Managementexperten in den Chefetagen. „Lob zum Beispiel. Aber für Kontrolle haben Chefs immer Zeit." Ein Weg aus dem Dilemma ist laut Pachoinig eine Grundsatzüberlegung: Will ich einen guten Job in meiner Funktion abliefern oder will ich auch eine gute, starke Führungskraft sein? „Der Spielraum bei den Gehältern ist ausgereizt. Was den Unterschied macht, ist die Umgangskultur, die Führungs- und die Unternehmenskultur", gibt er zu bedenken. Doch neben Zeit braucht es vor allem auch „Nehmerqualitäten". „Chefs sollten sich öfter mal trauen, zu fragen: Wie empfindest du unsere Zusammenarbeit? Das funktioniert aber nur, wenn eine Vertrauensbasis da ist. Sonst heißt es schnell: Passt eh alles."

Quelle: Wirtschaftsblatt 23.05.2014 / Karriere

 


 

 

„FAMILIE FIRMA“ – Gibt`s das?

Wir berichten laufend über Veränderungen in der Wirtschaft, über neues Führungsverhalten, über erfolgreiches oder fehlerhaftes Führen und über die großen Anforderungen, welche die mittlere Führungsebene zunehmend zu bewältigen hat. Doch das ist noch nicht alles:

Das Buch „Organisation und Intimität – Der Umgang mit Nähe im organisationalen Alltag – zwischen Vertrauensbildung und Manipulation“ zeigt erschreckende Szenarien auf, die Führungspersonal und Mitarbeiter gleichermaßen betreffen.

Dabei klingt es doch mitarbeiterfreundlich, wenn – sich modern gebende – Unternehmen mit familiärem Ton eine „Betriebsfamilie“ suggerieren. Damit wird der menschliche Wunsch nach „Dazugehörigkeit“ angesprochen, was aber oft seine Selbstausbeutung fördert.

Wettbewerbsbedingte Gegebenheiten und natürlich Profitabilitätsvorgaben zwingen zur Rationalisierung und führen zur Vernichtung von Arbeitsplätzen.

Zwar gehören Festanstellung und langfristige Beschäftigung in einer Firma mehr oder weniger der Vergangenheit an, das Bedürfnis, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren, wo man den – auch nicht mehr selbstverständlich – ausreichenden Lebensunterhalt verdient, besteht jedoch weiter. Wer nun blauäugig vergisst, sich generell fit für den Arbeitsmarkt zu halten und statt dessen der Verlockung der Klänge von der „großen Betriebsfamilie“ erliegt, muss damit rechnen, früher oder später doch auch mit der Sorge um den Arbeitsplatz, also unsanft mit der Realität konfrontiert zu werden.

Dabei sind letztlich auch die Unternehmen selbst Getriebene – einerseits muss sich jedes Unternehmen der Entwicklung fügen, andererseits zwingen blinde Vergötterung ständigen Wachstums laufend zu Veränderungsprozessen. Fähiges Personal reicht da nicht mehr, williges Personal wird immer wichtiger. Personal, das sich mit Haut und Haaren der trügerischen Empfindung von „Verortetsein“ im Unternehmen ergibt und – bei Erreichbarkeit rund um die Uhr – die innere Stimme übertönt, die einem sagen möchte, dass die Firma es ja geradezu darauf anlegt, die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit zu verwischen.

Viele Arbeitnehmer fühlen sich da genötigt, auch in der Freizeit zu arbeiten und für die Firma „Gewehr bei Fuß“ zu stehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten selbst um drei Uhr morgens eine SMS. Diese Entwicklung der Selbstausbeutung der Leute birgt Gefahren: Die eigene Familie samt Freundeskreis werden vernachlässigt, da man sich bis zur Selbstaufgabe mit dem Job identifiziert. Wenn dann das Unternehmen in Probleme trudelt, zieht es ihnen den Boden unter den Füßen weg, da sie rasch merken, eben doch austauschbar zu sein.

Noch nicht erwähnt wurden die bekannten Folgen der ständigen Verfügbarkeit: Erschöpfungszustände, Burnouts, Depressionen. Wen wundert es, dass sich der Ruf nach Entschleunigung im Berufsleben immer lauter artikuliert.

Als – hoffentlich – einzelne, extreme Beispiele für all die genannten Entwicklungen werden Firmen wie Google, Apple, Microsoft oder Novartis angeführt, auf deren Geländen von Fitness, Wellness, Essensgelegenheiten, oder Disco alles vorhanden ist. Hier brauchten die Mitarbeiter das Firmengelände eigentlich gar nicht mehr verlassen. Die Arbeitnehmer gehen mit Vertragsunterzeichnung nicht nur ein Arbeitsverhältnis ein, sie werden als ganze Person mitsamt Privatleben ins Unternehmen geholt. Mehr denn je wird persönliche Hingabe im Beruf, leidenschaftliches Engagement gefordert und erwartet, darüber sich selbst zu vergessen, ja, diese Selbstvergessenheit auch noch als Erfüllung zu betrachten.

Wenn das nicht stark zum Nachdenken anregt!

Quelle: LEADERSHIPSTANDARD / „Organisation und Intimität – Der Umgang mit Nähe im organisationalen Alltag zwischen Vertrauensbildung und Manipulation“, Carl-Auer-Verlag, Heidelberg, Herausgeber / Olaf Geramanis / Kristina Hermann

 


 

 

Die duale Berufsausbildung und ihre „Tücken“

Jugendliche werden durch ihre fachliche Ausbildung und die Förderung ihrer Sozialkompetenzen zum Facharbeiter der Zukunft ausgebildet!

Durch die Lehrlingsausbildung erhalten die Jugendlichen eine gute Vorbereitung auf die Anforderungen im späteren Arbeitsleben. Die praktische Berufsausbildung erfolgt im wesentlichem in den Betrieben, die theoretische Vertiefung in den Berufsschulen. Rund 40 Prozent der Jugendlichen eines Alterslehrganges entscheiden sich für die duale Berufsausbildung.

Aber was versteht man unter guter Vorbereitung für den Arbeitsmarkt? Die Zeit wird immer hektischer, es gilt die steigenden Herausforderungen der Arbeitswelt in immer kürzerer Zeit zu bewältigen. Hierfür ist neben der fachlichen Ausbildung die Bildung von Sozialkompetenzen, wie zum Beispiel Selbständigkeit, Hilfsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Motivation, Kommunikationsfähigkeit, ein wesentlicher Faktor.

Seitens des Betriebes ist im Rahmen der Ausbildung der Erwerb einer guten Fachkompetenz im Beruf dringend nötig. Darüber hinaus sollte aber auch die Sozialkompetenz gefördert werden, wobei auf die betrieblich unterschiedlichen Anforderungen Rücksicht genommen werden sollte. Damit dies auch in der Praxis funktioniert, müssen die Lehrlinge ein hohes Maß an Lernfähigkeit und Lernwilligkeit mitbringen. Kurz gesagt, ohne das “Können“ und das „Wollen“ des Jugendlichen funktioniert hier nichts! Ist eine dieser beiden Faktoren auf null, ist eine qualifizierte Ausbildung nicht möglich.

Erst wenn eine bestimmte Unterstützung der Unternehmen und das „Können“ und „Wollen“ der Lehrlinge vorhanden sind, wird durch ein positives Zusammenspiel dieser Komponenten, die Ausbildung den entsprechenden Erfolg bringen.

Die Praxis sieht leider oft anders aus, und genau hier liegt „die Tücke“ im System.

Die Jugendlichen beginnen in der Regel mit 15 Jahren ihre Lehre, welche je nach Lehrberuf drei bis vier Jahre dauert. Am Beginn der Lehre steht für die meisten Lehrlinge der Erwerb der Fachkompetenz in der Ausbildung noch im Vordergrund. Doch im Laufe der Lehrzeit verändern sich die persönlichen Ziele der Jugendlichen oft sehr stark. Die Lebensinteressen in der Pubertät verschieben sich. Das Sammeln von Lebenserfahrungen steht im Vordergrund und bekommt mehr Aufmerksamkeit als die Berufsausbildung. Ein neuer Freundeskreis bildet sich, der erste Freund oder die erste Freundin tritt in das Leben des Jugendlichen, usw.

Oftmals werden diese Jugendlichen als „faul und unwillig“ bezeichnet. Diese Einschätzung trifft jedoch nicht zu. Ihre Demotivation ist auf die Verschiebung ihrer Lebensinteresse zurückzuführen.

Gerade in solchen Situationen benötigen die Jugendlichen Unterstützung in Form einer professionellen Begleitung. Diese Begleitung bietet ein Coach, welcher den Jugendlichen hilft das richtige Gleichgewicht zu finden. Er bietet Unterstützung in dieser schwierigen Phase. Der Coach hilft den Jugendlichen sich wieder auf die eigenen persönlichen Stärken und Fähigkeiten zu konzentrieren und so den Blick wieder verstärkt auf die Berufsausbildung zu richten. Jeder Jugendliche verfügt über ein riesiges positives Potential, welches richtig aktiviert werden muss!

Mag. Ewald Göschl
Landesstellenleiter Kärnten

 


 

 

Funktioniert das Getriebe?

Wir alle kennen die Funktion eines Getriebes. Es handelt sich um eine Kraftübertragung einer Energiequelle, bestehend aus vielen einzelnen Zahnrädern. Technisch betrachtet spricht man vom funktionellen Zusammenspiel aller Einzelteile und deren Kräfte um einen optimalen Output zu erreichen. Der Ausfall oder das nicht richtige Arbeiten auch nur eines Zahnrads bringt das ganze recht rasch zum Stillstand. Daher gilt es, Zahnräder höchster Qualität zu verwenden und diese zu warten, um so eine langfristige Funktion zu gewährleisten.

Sehr leicht nachvollziehbar kann man ein Unternehmen mit einem Getriebe vergleichen. Die Zahnräder – die wichtigsten Teile des Ganzen – sind die Mitarbeiter, der Ausgang der Kraftübertragung ist mit dem Unternehmenserfolg zu vergleichen. Mitarbeiter sind in unserer dynamischen Zeit in ihrem Berufsalltag höchsten Anforderungen ausgesetzt, die es notwendig machen, dafür bestens gerüstet zu sein.
Die Wartung eines Getriebes entspricht im Vergleich mit einem Unternehmen dessen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und den Entwicklungsmöglichkeiten für seine Mitarbeiter.
Dies sicherzustellen, ist eine Hauptaufgabe der Führungskräfte, andererseits ist aber auch die notwendige Bereitschaft jedes einzelnen Mitarbeiters erforderlich. Um in der Wirtschaftswelt am Ball zu bleiben, müssen wir uns permanent weiterentwickeln, dazu lernen und uns in Flexibilität üben. Für Führungskräfte im Unternehmen bedeutet dies, für alle Mitarbeiter die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, sich bei der Bewältigung ihrer Aufgaben wohl zu fühlen, „Spaß und Freude“ daran haben, einfach sie zu motivieren.
Motivation – ein zum Teil sehr überbeanspruchtes, aber wichtiges Schlagwort – spielt dabei eine Hauptrolle. Sehr oft hört man heute: „Ich bin nicht mehr motiviert“. Bei näherer Betrachtung erkennt man oft recht rasch, dass es sich um leicht korrigierbare Kleinigkeiten handelt, Mitarbeitern ihre Arbeitsumgebung angenehmer zu gestalten. Natürlich kann nicht jeder Wunsch sofort erfüllt werden, aber schon eine offen geführte Kommunikation führt meist zum gewünschten Erfolg.
Eine weitere Ursache bei Problemen im Betrieb ist oft an der Kommunikation festzumachen. Dabei geht es in erster Linie um Menschen, um Sender und Empfänger. Mitarbeiter sind eine inhomogene Gruppe vom Portier bis zum Direktor. Aber eine der gängigsten Einteilungen ist jene in Führungskräfte und Mitarbeiter, das bedeutet Befehlsgeber und Befehlsempfänger.
Viel wird in Betrieben von Kundenbindung gesprochen, wo aber bleibt die Mitarbeiterbindung? Am Reißbrett werden oft Unternehmen zerschnitten und neu zusammengefügt. Solche „Big Deals“ versprechen laut Experten rosa Zeiten. Auch für den einzelnen Mitarbeiter?
Der Blick hinter die Kulissen entlarvt diese Art der Existenzsicherung des Ganzen als gro0e Herausforderung für die Menschen im betroffenen Unternehmen. Bleibt dann kommunikativ nur mehr die Parole „Augen zu und durch“?
Derartige Beispiele kennt wohl jeder. Aber wir kennen auch den Satz „Nur zufriedene Mitarbeiter schaffen zufriedene Kunden“!
Eines muss immer bedacht werden – Kommunikation ist das „Motoröl“, welches die schon angesprochenen Räder geschmeidig ineinander greifen lässt. Womit wir wieder beim Getriebe wären.

15.01.2014

 


 

Der Anpassungswettlauf und die Folgen für die Führungskräfte

In einem Leserbrief (siehe „Monatsnachricht - November“) hat ein Verbandsmitglied unter dem Aspekt „Wie sich Führung verändert“ aktuelle, erweiterte Anforderungen an die Führungskräfte zusammengefasst.

Nun weist ein Artikel in DER STANDARD auf eine weitere harte Bewährungsprobe hin, die auf Führungskräfte zukommt. Rasante technologische und wirtschaftliche Veränderungen zwingen unternehmerisches Handeln in einen Anpassungswettlauf. Die Tatsache, dass es kaum noch ein Unternehmen gibt, das sich nicht ebenso global tätigen Mitbewerbern stellen muss, führt zu weiteren Veränderungen der Führungsarbeit. Die Aufgabe, Mitarbeiter an mehreren Standorten zu führen, wird ebenso zunehmen, wie sich mit gemischten Nationalitäten und fremden Mentalitäten zu beschäftigen. Wenn sich das auch noch in verschiedenen Zeitzonen abspielt, hat der Begriff „Feierabend“ nur mehr nostalgische Bedeutung für Führungskräfte. Um ihre Karrierechancen zu nutzen, werden sie wohl umdenken und die innere Auflehnung dagegen besiegen.
Spielte sich Veränderung früher zwischen länger dauernden Phasen der Kontinuität ab, so wird allein schon die, sich laufend vergrößernde und zu verarbeitende, Informationsmenge dafür sorgen, dass man ständig „auf dem Sprung“ ist. Die Permanentaufgabe „Anpassung und Veränderung“ wird neue Organisationsformen benötigen. Die klassischen, autoritären, zum Teil immer noch bestehenden Führungsinstrumente Befehl, Gehorsam und Kontrolle werden einer Führungskraft keinen Erfolg mehr bescheren, da eine solche „Herr im Haus“ – Einstellung keinesfalls zur Leistungssteigerung bei den Mitarbeitern beiträgt. Neben Wissen und Können wird der Führungskraft in stärkerem Maße Fingerspitzengefühl abverlangt werden. Darüber hinaus wird das Vermögen, alle Sinne zu nutzen um in schwierigen Situationen gemeinsam mit den Mitarbeitern zu versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, eine der wichtigsten Fähigkeiten von Führungskräften der Zukunft bilden. Intuition, zusammen mit einer auf Wissen, Können und Fakten gestützten Analysefähigkeit und einfühlsame Berücksichtigung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter wird die zukunftsorientierte Führungskraft ausmachen. Es braucht also einen aufgeschlossenen, offen auf die Leute zugehenden Führungsstil, aber auch eine Unternehmenskultur, die das zulässt und positiv bewertet.
Die Kunst zukünftiger Führung wird auch darin bestehen, die sich aus dem veränderten Führungsverhalten ergebenden Widersprüche auszuschalten und im Gespräch mit den Mitarbeitern entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Alles zusammen wird dazu beitragen, dem enormen Leistungsdruck standzuhalten.

Quelle: DER STANDARD 9./10. November / Bildung & Karriere

VbF:
Ist das tatsächlich die Richtung, in welche sich Führungsarbeit bewegt und dabei immer noch mehr Druck für die Betroffenen bringt? Und zu welchem Preis? Schreiben auch Sie uns Ihre Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema – teilen Sie uns mit, wie Sie dazu stehen.

 


 

FERTIGUNGSABLÄUFE

Die Herausforderungen, denen sich die Fertigungstechnologie der Zukunft stellen muss, ergeben sich aus dem tiefgreifenden Wandel der Anforderungen, welche die Kunden an die Produkte der Zukunft stellen. Industrielle Produkte werden in immer mehr Varianten und Formen gefertigt. Gleichzeitig müssen sie immer mehr Funktionen erfüllen. Dadurch ändern sich die Produktionsstrukturen, zunehmend gekennzeichnet durch flexible, kundenindividuelle Auftragsfertigung und immer kurzlebigere, erklärungs- und technologieintensive Produkte.

Das strategische Management muss sich der Herausforderung stellen, in turbulenten Märkten die Grundlagen für die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu legen. Die Verkürzung der „time to market“-Zeiten und weltumspannende Geschäftsprozesse im verteilten Unternehmen erheben die Forderung nach konsequenter Nutzung der angebotenen Informationsmöglichkeiten. Die zukünftigen Fertigungstechnologien werden in diesem Umfeld dadurch gekennzeichnet sein, dass sie flexibel und skalierbar sind. In Zukunft werden wir keine Zeit mehr haben, Fertigungsabläufe in langwierigen empirischen Prozessen zu optimieren.
Vielmehr wird die Industrie bestimmte Wirkmechanismen gezielt nutzen, sie für eine Fertigungsaufgabe konfigurieren oder gegebenenfalls miteinander kombinieren. So wie man heute von maßgeschneiderten Werkstoffen spricht, wird es in Zukunft die maßgeschneiderte Produktion geben.
Die Wissenschaftler an Technischen Universitäten und anderen Institutionen stellen sich diesen Herausforderungen in einer Vielzahl von Forschungsprojekten, wobei stets besonderes Augenmerk auf die Einheit von Fertigungstechnologie und Werkzeugmaschinen gelegt wird, gleichzeitig jedoch in Zusammenhängen gedacht wird. Auch eine noch so flexible Fertigungstechnologie wird in Prozessketten umgesetzt. Die enge Zusammenarbeit mit den Partnern in der Industrie gewährleistet dabei die zielgerichtete Umsetzung der Forschungsergebnisse in die Praxis.

Quelle: MM – das österreichische Industriemagazin

 


 

10 Jahre Mechatronik-Cluster in Oberösterreich

Mechatronik hat ihren Ursprung in der japanischen Industrie. Der Begriff Mechatronik ist relativ neu, die Bedeutung dieser jungen Technologie nimmt aber von Jahr zu Jahr zu. Der Mechatronik-Claster Oberösterreich feiert heuer bereits sein 10-jähriges Jubiläum, der Mechatronik-Cluster Tirol arbeitet verstärkt an der Entwicklung europaweiter Mechatronik-Netzwerke.

Das Zukunftsfach Mechatronik spielt aber auch im tertiären Bildungssektor eine immer größere Rolle. Europäische Universitäten erkannten schon im Jahre 1985 die hohe Bedeutung dieser Disziplin für moderne Maschinen und Anlagen. Die Johannes Kepler Universität in Linz setzte 1990 mit der Einführung des weltweit ersten Vollstudiums Mechatronik einen damals mutigen und international viel beachteten Schritt.

Vom Kurier

 


 

Verantwortung

Früher redeten viele gern von Verantwortung – meinten eigentlich Status und Macht.
„Verantwortung“, das klang so elegant. Heute, da die Zeiten rauer werden, der Wind schärfer bläst, spüren dieselben Führungskräfte die Last der Verantwortung und fühlen sich dabei manchmal so machtlos. Umso größer ist ihre Sehnsucht nach bewährten Rezepten oder handfesten Tools – aber die meisten Organisationsmuster, Management-Prinzipien und Personalführungstipps, die sich einmal in der Praxis bewährt haben, sind nicht mehr aktuell und anwendbar.
Wie können Führungskräfte in diesen chaotischen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren und das Maß an Sicherheit ausstrahlen, das ihren Mitarbeitern und auch sich selbst signalisiert: Hier ist jemand, der das Ruder fest in der Hand hat und den Kurs bestimmt?
Verantwortung schließt so vieles ein: Verantwortung für das Personal, seine Fehler, seine Stärken und Versäumnisse, Verantwortung vor dem Personal – schließlich muss da jemand sein, der den Mitarbeitern den Kurs vorgibt und sicherstellt, dass ihre Hoffnungen, Ansprüche und Befürchtungen ausreichend Gehör finden. Und dann gibt es da noch die Verantwortung vor dem und für das eigen ICH: Was kann ich vor mir vertreten? Was muss ich für mich tun, um der Verantwortung, die ich übernommen habe, gerecht zu werden?
Verantwortung übernehmen – das ist zunächst einmal ein unsichtbarer Vorgang, dessen Aufsehen in keiner Relation zu seiner Bedeutung steht – solange nichts schief läuft.
Doch hängt so vieles von diesem Schritt ab. Schließlich kann man ebenso wenig „ein wenig Verantwortung“ tragen wie „etwas Führungskraft“ sein.
Über Verantwortung redet man nicht – Verantwortung übernimmt man.
Leider übernehmen sich viele Führungskräfte auch mit dem Ausmaß der Verantwortung, die sie übernehmen. Das sind die Chefs, die immer in Zeitnot sind, immer wichtige Gespräche, endlose Telefonate, dann die Meetingsflut haben........und immer öfter dieses flaue Gefühl in der Magengegend, das sich nach 18.00 Uhr ebenso wenig abschalten lässt, wie an Wochenenden........................

 


 

Neues für Lehrlingsausbildner, lieber Meister

Anreize zur Lehrausbildung

Eine neue Verordnung soll die Lehrausbildung erleichtern. Der zweite und dritte Antritt zur Lehrabschlußprüfung ist ab 1. September rückwirkend kostenfrei und Vorbereitungskurse zu Abschlußprüfungen werden bis zu 250 Euro unterstützt. Unternehmen erhalten für einen Lehrling, den sie aus der überbetrieblichen Berufsausbildung übernehmen, einmalig 1 000 Euro. Seit 1. Juli gibt es für Lehrlinge über 18 Jahre eine spezifische Förderung für die Erwachsenenlehre. Diese Förderrichtlinien wurden gemeinsam mit den Sozialpartnern vereinbart.

 


 

Neue Initiative gegen Mangel an Fachkräften.

Zwei Stiftungsprofessuren werden dazu eingerichtet. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) bereitet mit der Marshallplan-Jubiläumsstiftung eine langfristige strategische Zusammenarbeit von Industrie und Universitäten für den Produktionsstandort Österreich vor.

Seit Jahren thematisiert der VbF-Vorstand in Aussendungen, Artikeln sowie in Gesprächen mit den Bildungsbeauftragten in den Ministerien, Kammern und der Industriellenvereinigung (IV) den Handlungsbedarf, Maßnahmen einzuleiten um die Lehre attraktiver zu machen, was im Kampf gegen den Fachkräftemangel von großer Bedeutung wäre. Zuletzt haben wir im Artikel „Fachkräftenachwuchs sichern – ein Kernanliegen der Industrie“ über die Initiative der Industriellenvereinigung berichtet, die ein Strategieprogramm „Fachkräfte 2020“ vorgelegt hat um die Rahmenbedingungen für die nötigen Veränderungen in Österreichs Ausbildungssystems zu schaffen.

Die Klagen der österreichischen Unternehmen über Fachkräftemangel reißen nicht ab. Die Einsicht, dass nur die nachhaltige Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften das Bestehen hochwertiger Produktionsbetriebe im internationalen Standortwettbewerb sichern kann, brachte die Motivation zur Initiative des strategischen Zusammenwirkens von Universitäten und Industrie. Somit soll der Wettbewerb mit den Niedriglohnländern nicht über die Löhne, sondern über die Qualität geführt werden. Nun geht das BMVIT neue Wege und setzt den Schwerpunkt auf die Erforschung und Entwicklung von Produktionstechnologien. In den kommenden 5 Jahren sollen bis zu 300 zusätzliche Fachkräfte für die Sachgüterindustrie ausgebildet werden. Laut Infrastrukturministerium sind in Österreich 661.000 Arbeitnehmer direkt im Produktionssektor tätig. Jeder Arbeitsplatz schafft zwei weitere Arbeitsplätze in den vor- oder nachgelagerten Branchen. Rund 70 Prozent aller Beschäftigten sind von der Fertigung abhängig. Der Fachkräftemangel in der Produktion drohe aber zu einem Wettbewerbsnachteil für heimische Betriebe zu werden. Im Herbst sollen die Universitäten eingeladen werden, sich um die Stiftungsprofessuren zu bewerben. 3,2 Mio. Euro pro Professur sollen dafür zur Verfügung gestellt werden, drei Mio. davon kommen vom Infrastrukturministerium, eine von der Marshall-Plan-Stiftung. Der Rest soll von unterstützenden Firmen und der jeweiligen Uni beigetragen werden.

Von der Initiative sollen Unis und Unternehmen profitieren. Die beiden Universitäten, die zum Zug kommen, erhalten die Möglichkeit, neue Forschungsschwerpunkte zu erschließen. Auch die österreichische Wirtschaft wird gewinnen. So unterstützt der in Oberösterreich angesiedelte Luftfahrtlieferant FACC AG als international technologisch führendes Produktionsunternehmen mit hohem Forschungsanteil die Initiative als wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Quelle: Publikation des BMVIT (August 2013)

 


 

Die Berufsbildung und die Bildungspolitik – Fünf vor Zwölf gibt eine Studie Hoffnung.

Liest man das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw), wonach ca. 80 Prozent aller Jobs auch künftig keine universitäre Ausbildung benötigen und also rund 80 Prozent der Arbeitsstellen mit beruflicher Aus- und Weiterbildung zugänglich sein werden, reiben wir uns im VbF zuerst die Augen und mögen es kaum glauben.
Sollte der Verband, der jahrzehntelang einen Gutteil seiner Aktivitäten darauf verwandte, um der Berufsbildung höhere Anerkennung und Wertigkeit zu verschaffen, doch noch belohnt werden, indem sich unvermittelt die Chance auf Verwirklichung seiner stetigen Bestrebungen zeigt?
Die Vorstellung, dass neue Jobs fast nur auf höherem Qualifikationsniveau geschaffen werden, erweist sich laut Studienautor Dr. Arthur Schneeberger als wenig realistisch oder zumindest einseitig. Tatsächlich schaffe der berufliche Wandel Jobs auf allen Qualifikationsniveaus. Auch bei einem mittelfristigen Wachstum könne man davon ausgehen, dass unter 20 Prozent der Jobs akademische Graduierung als typische Einstellungserfordernis aufweisen werden.
Laut Prognose des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) entstehen zwischen 2010 und 2016 zusätzlich 170.000 Stellen für unselbstständig Beschäftigte, aber nur 52.100 Stellen für Personen mit akademischer oder verwandter Qualifikation.
Aus Sicht des VbF sprechen all diese Fakten eindeutig für die Laufbahn Lehre – Facharbeiter – berufsbildende höhere Schule – lebensbegleitendes Lernen.
Keine Entspannung gibt es bedauerlicher Weise beim Fachkräftemangel. Dazu hat die Entscheidung vieler Eltern, die ihren Nachwuchs in höhere Schulen geschickt haben, ohne deren Eignung oder die Beschäftigungsmöglichkeiten nach deren Abschluss zu beachten, zum heute bestehenden Facharbeitermangel zumindest beigetragen.

Zu hoffen bleibt, dass der Makel, welcher der Lehre immer noch gesellschaftspolitisch anhaftet, rasch überwunden wird. Wichtig ist, dass die Bildungspolitik – wenn auch fünf vor Zwölf - im Zusammenspiel mit der Wirtschaft den bekennenden Worten entschiedene Taten folgen lässt.

Dr. Arhur Schneeberger, ibw im Kurier,
Der VbF-Vorstand

 


 

Weiterbildung und Bachelor

Laut einem Artikel des Herrn Mag. Knett im WIFI-NEWS ist den Unternehmen die steigende Bedeutung der Weiterbildung voll bewußt. 26% der befragten Betriebe wollen heuer ihre Weiterbildungsbudgets aufstocken. Interessant ist, daß 9% jener Unternehmen, die für 2011 mit höheren Weiterbildungsbudgets rechnen, als Grund die bevorstehende Arbeitsmarktöffnung angeben. Unabhängig von der Arbeitsmarktliberalisierung erwarten sich die Unternehmen den größten Konkurrenzvorsprung durch Weiterbildung in den Bereichen Technik und Produktion. Auch die Persönlichkeitsentwicklung liegt bereits wieder auf Platz zwei, was gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Zunahme bedeutet.

Dazu frage ich mich, warum unsere Mitglieder, die überwiegend im Fertigungsbereich tätig sind, die notwendige Zeit für diverse Abendveranstaltungen und Exkursionen nicht aufwenden können. Gilt diese Weiterbildungsinitiative nur für den nicht produktiven Bereich? Wird dabei auf Mitarbeiter in den Werkstätten vergessen, oder bekommen die nur soviel Ausbildung als unbedingt für die laufende Produktion notwendig (neue Maschinen, neue Technologien)? Diese Mitarbeiter würden aber vielseitige Weiterbildung benötigen.

Auch der Name Bachelor wird von der Hälfte der Unternehmen positiv bewertet, vor allem wegen der kürzeren Studiendauer und der internationalen Vergleichbarkeit. Bereits 46% der Unternehmen sind überzeugt, dass das Image des Bachelor noch steigen wird, auch wenn ein Teil darin noch keinen vollwertigen Abschluß sieht.

Auch hier stößt mich die Ungleichheit ungut auf. Wo bleibt das Image des Werkmeisters und des HTL-Ingenieurs, wenn man dem Ausbildungsweg den Bachelor professional nicht zugestehen will. Diese Ausbildung dauert mindestens 5 Jahre - mind. 3 Jahre Lehrzeit und 2 Jahre Facharbeiter mit einer Werkmeister Abendschule oder 5 Jahre Höhere technische Lehranstalt. Warum darf die berufliche Ausbildung der schulischen noch immer nicht gleichgestellt werden? Ist für diesen Bereich die internationale Vergleichbarkeit nicht relevant, vor allem nach der Arbeitsmarktöffnung? Sehr geehrte Herren Professoren, warum springen Sie nicht einmal über ihren Schatten und akzeptieren auch die Leistung, die nicht allein nur aus ihrem Schulbereich kommt.

Auch der Bachelor professional passt in das heutige Ausbildungskonzept, meint der Verband betrieblicher Führungskräfte und viele Firmen würden ihn begrüßen.

W. Eisenkölbl

 


 

Erneuerung ist den Österreichern suspekt.

Frau Jennifer Bendele beschäftigt sich in einem Kurierartikel mit einer Studie, wie weit österreichische Unternehmen im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz bereit sind, in ihrem Betrieb Veränderungen voran zu treiben. Der Artikel zeigt auf, dass sich österreichische Unternehmen nur dann verändern, wenn der Druck von außen groß genug ist.

In den 3 Ländern bestätigen 70% der Befragten, dass das Thema Selbsterneuerung unter den Führungskräften bereits diskutiert wird. Im Ländervergleich bewerten Österreichs Führungskräfte ihren Einfluss auf die Unternehmen zwar mit 72% höher als die anderen, aber nur 57% thematisieren bereits die Selbsterneuerung im eigenen Umfeld.

Eine deutliche Mehrheit der befragten Führungskräfte - 86 Prozent - ist sich einig: für Selbsterneuerung von Unternehmen ist aktives Verhalten der Unternehmensführung gefragt. Durch aktive Gestaltung kann Selbsterneuerung initiiert werden. Schweizer Führungskräfte erweisen sich in der Umfrage als Vorbilder: 95 Prozent sind davon überzeugt, dass Selbsterneuerung aktiv steuerbar ist. In Österreich herrscht laut Hernstein-Report eher die Mentalität "schau ma mal" vor: 22 Prozent sind der Meinung, dass Selbsterneuerung von äußeren Umständen abhängt und daher nur wenig beeinflussbar ist.

Als wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Selbsterneuerung werden eine etablierte Fehlerkultur und Kooperationsfähigkeit des Führungsteams genannt. Deutsche Führungskräfte, die durchgängig eine höhere Sensibilität gegenüber dem Thema Selbsterneuerung aufweisen, erachten insgesamt alle genannten Voraussetzungen für wichtiger als ihre Kollegen in Österreich und in der Schweiz. In Österreich spielt eher die Kooperationsfähigkeit innerhalb des Führungsteams eine größere Rolle.

Was machen österreichische Unternehmen? Diese Studie zeigt doch auf, wie kurzsichtig unsere Unternehmen denken. Wichtig sind nur die Anwesenheit am Arbeitsplatz und der unmittelbare Produktionsausstoß, womit auf die Zukunft vergessen wird. Es ist nicht daran gedacht, den Mitarbeitern bzw. den Führungskräften ein Wissen über die Firmenmauern hinaus zu ermöglichen. Schulungen, die nötig sind, wenn ein neues Betriebssystem oder eine Roboteranlage installiert wird, gehören zu den betriebsbedingten Weiterbildungen, aber wer denkt daran auch Weiterbildungen in Form der allgemeinen Bildung zu ermöglichen?

Hier gibt es viele Möglichkeiten, die auch der Verband anbieten kann - hier zwei Beispiele: Exkursionen zu den unterschiedlichsten Betrieben ermöglichen den "Blick über den Tellerrand". Manchmal sind sie besser, manchmal auch schlechter aufgestellt als der, in dem man selber tätig ist - egal - jedes Mal kann Wissen mitgenommen werden. Oder Workshops zu allgemeinen betriebswirtschaftlichen und technischen Fragen oder zu Menschenführungsaufgaben. In allen weiterbildenden Schulen wird diesen Themen bereits immer mehr Bedeutung eingeräumt. Nur so kommen auch die Ideen für die oft bereits wichtige Selbsterneuerung unserer Betriebe. Um konkurrenzfähig zu bleiben wird die Mentalität "schau ma mal" auch in Österreich der Vergangenheit angehören müssen.

Der Vorstand

 


 

Durchlässigkeit der Bildung

Ausschnitte aus einem Interview, das DER STANDARD mit Othmar Friedl, BFI und Helmut Detter, Prof. an der TU-Wien führte.

Österreich ist ein Industrieland, das Gefahr läuft, durch den Facharbeitermangel an Bedeutung zu verlieren. Durch den Wegfall der Verstaatlichten Industrie fehlen in Österreich die zentralen Lehrwerkstätten. Herr Othmar Friedl, Direktor des BFI Oberösterreich, ist aber der Meinung, dass es in Österreich sehr wohl Facharbeiterpotential gibt, wenn man verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund ausbildet.
Die Grundausbildung werde aber für den Facharbeitermangel nicht ausreichend sein, so Detter. Daher fordert er auch eine stärkere Durchlässigkeit innerhalb der Bildungssektoren. Zweckmäßig wären bessere Anerkennungsmöglichkeiten für qualifizierte Facharbeiter im tertiären Bildungssektor. Es sollten einzelne Module der Weiterbildung von Facharbeitern in den Bologna-Prozess integriert werden. Auch für fachliche Weiterbildung sollte es ECTS-Punkte geben. Anhand dieser Punkte wäre erkennbar, was er noch brauche um einen Bachelor zu erhalten. Denn es geht darum, weiterbildungsfähige Facharbeiter so hoch wie möglich zu qualifizieren, und dafür müssen Barrieren abgebaut werden.
In anderen Ländern sind diese Hindernisse nicht so stark gegeben und qualifizierten Facharbeitern wird der Zugang zu universitärer Bildung leichter ermöglicht.
Diese Ansichten treffen sich vollkommen mit den langjährigen Wünschen des Verbandsvorstands. Auf dieser Ebene soll die Arbeit für die Zukunft der Facharbeiter voran getrieben werden.

Präsidium

 


 

Wieder eine Diskussion über Technikermangel - ernstzunehmende Diskussion oder wieder nur Floskeln.

Am Samstag dem 19. Juni gab es im Kurier einen Bericht mit dem Titel "Die Technik ist ein Hund" über eine Podiumsdiskussion die sich wieder einmal mit dem Technikermangel befaßte.

Sandra Baierl vom Kurier hatte Silke Reiter (Uni Linz) Karl Reischer (TGM), Katharina Siegl (Festo), Artur Schneeberger (ibw) und Johannes Collini (Collini Gruppe) am Podium und unter den Diskutanten die Bildungsfront von Ministerin Beatrix Karl, WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Leiter der WKÖ-Bildungspolitik Michael Landertshammer sowie ÖVP-Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager und Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat. Damit war diese Veranstaltung mehr als hochrangig besetzt.

Ohne Technik kein Wohlstand.
Die erfolgreichsten österreichischen Exportunternehmen kommen aus dem Hightech-Bereich, siehe auch unsere Exkursion bei Fa. Test Fuchs GmbH, aber genau hier gehen Österreich die Fachkräfte aus. Durch den Fachkräftemangel entsteht Österreich ein Exportentgang von rund sieben Milliarden Euro pro Jahr. "Kreativität und Innovation sind die Voraussetzungen für eine Zukunft in Wohlstand. Ohne Technik und handwerkliches Wissen ist das jedoch nicht zu verwirklichen", resümierte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl bei dieser Veranstaltung. Der Bedarf an Technikern wächst jährlich um 10%.
"Wissen ist unsere wichtigste Ressource" sagte Frau Karl. Bei den Bemühungen um eine Förderung von Technikern setzen wir auf das Schlagwort MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) statt Masse. Bildungsexperte Arthur Schneeberger stellte jedoch fest daß der Bildungsbedarf nicht nur bei den Schülern gegeben ist sondern auch bei Eltern und Lehrern. Es gibt zu wenig Lehrer die in diesem Bereich gut ausgebildet sind.

Der Vorstand des Verbandes stellt dazu fest daß man dabei nicht die ganz wichtige Duale Ausbildungsschiene vergessen sollte. Hier wird die Technikverdrossenheit gefördert wenn ein Lehrberuf in der Gesellschaft nichts mehr wert ist und dem Facharbeiter die notwendigen Aufstiegsmöglichkeiten erschwert werden. Nicht viele verschiedene Angebote um den Weiterbildungswilligen möglichst lange an die Ausbildungsstätten zu binden und damit die Fortbildungsstätten immer voll zu haben sind sinnvoll sondern ein zielgerichtetes Weiterbildungsangebot wäre wichtig um den qualifizierten strebsamen Facharbeiter den Aufstieg zum Spezialisten zu erleichtern. Wie steht es um den fertigen Facharbeiter der die Möglichkeit eine Lehre mit Matura zu machen nicht hatte? Ist er nun auch wirklich gut ausgebildet oder wurde er in der Lehre nur durchgeschleust? Wie kann er sich nun weiterbilden, mit der Werkmeisterschule, einer Berufsreifeprüfung (wie reif ist er dann?), einer Abend-HTL, einer Fachakademie und noch vieles mehr. Hier währe ein gezielter Weg notwendig.

Das meint ihr Winfried Eisenkölbl

 


 

Die Zukunft der Lehrlingsausbildung ist in Gefahr.

Man hört es von allen Seiten: Der Geburtenrückgang schlägt voll zu und auch der Anteil der lernschwachen Lehrlinge steigt kontinuierlich an. Viele haben Probleme mit den drei traditionellen Kulturtechniken, also Lesen, Schreiben und elementares Rechnen. Darüber hinaus hapert es oft mit den Umgangsformen. Das alles führt zu Lehrlingsjahrgängen, die deutlich unter einem brauchbaren Niveau liegen und dazu, dass immer weniger Jugendliche den Berufsanforderungen gewachsen sind.
Laut einer vom ibw durchgeführten Studie klagen 68 Prozent der Wiener Unternehmen über massive Schwierigkeiten, qualifizierte Jugendliche zu finden. Ist es für die Betriebe, die heute ohnehin unter Druck stehen, wirklich zumutbar, das nachzuholen, was in der Schule nicht gelernt wurde?
Eine mögliche Ursache für das Dilemma könnte darin liegen, dass viele Jugendliche, die früher gar keine Ausbildung gemacht haben, nun in die Lehre gedrängt werden. Diese Lernschwachen jungen Menschen sind früher Hilfsarbeiter geworden, was aber in einer modernen Gesellschaft nicht erwünscht ist. Außerdem stehen heute aufgrund der Automatisierung immer weniger Hilfsarbeiterjobs zur Verfügung. 1970 gab es noch 18 Prozent, die keine Lehre gemacht haben, heute sind es 3 oder 4 Prozent.
Aber auch das österreichische Bildungssystem hat Anteil am Desaster. Die Probleme beginnen schon im Kindergarten, der nicht als Bildungseinrichtung, sondern als Aufbewahrungsstätte begriffen wird. Zumindest aber bräuchte es eine Pflichtschule, die dafür sorgt, dass das Potenzial des Einzelnen entwickelt und gefördert wird.
Ist die Schulpflicht nur eine Pflicht, bis 15 zur Schule zu gehen, oder sollte es nicht die Pflicht des Staates sein, junge Menschen bis zu einem gewissen Bildungsstandard zu führen?

Auch Eltern und Lehrer sind in die Pflicht zu nehmen: Sie sollten gemeinsam die Stärken und Neigungen der Jugendlichen gezielt fördern.
Bis auf Weiteres müssen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, wohl akzeptieren, als Lehrherr teilweise auch erzieherische Aufgaben zu übernehmen, die eigentlich im Elternhaus oder in der Schule stattfinden sollten. Eine Alternative gibt es für die Unternehmen ohnehin nicht - wer jetzt nicht ausbildet, wird auch keine Fachkräfte haben. Denn, als wäre alles nicht schon schlimm genug, kommt noch die rückläufige demografische Entwicklung hinzu. Bis 2016 werden es ca. 15.000 Fünfzehnjährige weniger sein, die für eine berufliche Erstausbildung zur Verfügung stehen und entsprechend weniger Fachkräfte. Der Engpass ist vorprogrammiert.

Ing. Jakubcik / Aus "Die Wirtschaft"

 


 

Was ist in der beruflichen Ausbildung faul?

Seit Jahren bemüht sich die Verbandsleitung die Werkmeisterausbildung im neu zu erstellenden nationalen Qualifikationsrahmen so zu etablieren, dass diese als berufliche Ausbildung mit der schulischen Bachelorausbildung gleichgestellt wird.

In vielen Gesprächen mit Ausbildnern in Lehrwerkstätten und Schulhaltern der Werkmeisterschulen müssen wir nun leider erfahren, wie stark das Niveau des theoretischen Wissens der Lehrlinge und anschließender Facharbeiter sinkt.

Wo bleibt die Ausbildung in den Pflichtschulen, wenn Lehrlingsanwärter nicht einmal die Grundrechnungsarten beherrschen? Die nächste Stufe sind die Berufsschulen. Wozu geht ein Lehrling in die Berufsschule, wenn der Lehrherr dem Lehrling die theoretischen Mindestanforderungen für seine Ausbildung während der Arbeitszeit beibringen muss? Nach abgeschlossener Lehrzeit folgt noch immer die Facharbeiterprüfung. Nach positiver Prüfung wird der Facharbeiterbrief ausgestellt, der jedem Arbeitgeber zeigen soll, dass es sich hier um eine selbständig arbeitende Fachkraft handelt, die im erlernten Beruf voll einsetzbar ist.

Die nächste Stufe wäre entweder eine Weiterbildung durch die Berufsreifeprüfung um eine maturaähnliche Zusatzausbildung zu erlangen - womit der Weg zu einem Studium frei wäre - oder eine Werkmeisterschule, um in der Technik zu bleiben. Was soll aber ein/e Werkmeister/in können - er/sie soll nicht nur berufliches Fachwissen haben sondern in der Werkmeisterschule vor allem auch das immer mehr zusätzlich benötigte theoretische Wissen erwerben. Hier beginnen aber schon die Schwierigkeiten. Die Werkmeisterschulen bekommen jetzt vor allem das Problem mit der Stundenanzahl um den vorgeschriebenen Lehrplan umzusetzen, denn das erwartete und vorausgesetzte Grundwissen ist in vielen Fällen - vor allem im Wiener Raum - nicht vorhanden, da es den Jugendlichen in der Grund- und Berufsschule nicht genug vermittelt wurde und bei der abschließenden Facharbeiterprüfung anscheinend alle Augen zugedrückt werden. Nun werden im Unterrichtsministerium Maßnahmen überlegt, die diesen Mangel ausgleichen. Als eine der Maßnahmen wird bereits ein einsemestriger Vorbereitungskurs oder eine Art Aufnahmetest überlegt.

Die Verbandsführung unterstützt alle Maßnahmen zur Aufwertung des Facharbeiterstandes, die auch eine Novellierung der Werkmeisterschule nach unten verhindern. Nur mit gut ausgebildeten Werkmeistern/Werkmeisterinnen wird die von uns angepeilte Stufe 6 in der neu zu schaffenden 8teiligen Qualifikationsskala zu erreichen sein und unser Berufsstand mit dem Bachelorstudium gleichgestellt werden können.

Das Kernteam

 


 

Was ist los mit unserem Ausbildungssystem

Der Staat ruft nach höherer Bildung, wegen überfüllter Lehrsäle gehen Studenten auf die Straße, Lehrlingsausbildner stöhnen über die mangelnde Schulbildung der heutigen Lehrlinge und die Gesellschaft kann sich nur schwer für eine Aufwertung der beruflichen Bildung erwärmen.
Warum drängen heute alle Eltern ihre Kinder dazu mit viel Aufwand und oftmals nur mit Nachhilfe eine Matura abzulegen, ohne zu wissen, was man anschließend damit anfangen kann? Also inskribiert man einmal um die nächsten Jahre in den überfüllten Unis zu verbringen. Es kostet ja nichts.

Warum muss das Image eines Lehrberufes so kaputt gemacht werden, dass dafür nur mehr der "letzte Rest" bestimmt ist. "Wenn Du nicht lernst musst Du eben arbeiten gehen". Braucht die Österreichische Wirtschaft wirklich nur mehr Akademiker oder werden nicht auch hochqualifizierte Facharbeiter für konkurrenzfähige Produkte benötigt? Der Vorstand ist seit Jahren bemüht, durch die Gleichstellung mit der schulischen Ausbildung auch dem Lehrberuf das ihm zustehende Image zu geben und die berufliche Ausbildung nicht in eine Sackgasse münden zu lassen.

Warum soll ein junger Mensch mit einer 3 jährigen Schulausbildung den Bachelor bekommen und ein Facharbeiter mit einer 2 jährigen Berufspraxis und absolvierter Werkmeisterschule diesem Bachelor nicht gleichgestellt werden?

Mit dieser Gleichstellung könnten wir uns viele Probleme sowohl im Schulsystem als auch in der Wirtschaft ersparen meint der

VbF-Vorstand

 


 

Sind Lehrer stärker belastet als betriebl. Führungskräfte?

Es gehört zu den selbstverständlichen Aufgaben jeder Führungskraft im produzierenden Betrieb, junge Menschen ausbilden zu können sowie mit den zur Verfügung stehenden Mitarbeitern ein technisch einwandfreies und konkurrenzfähiges Produkt herzustellen - auch wenn die Mitarbeiter nicht immer die Vorbildung aufweisen, die man voraussetzen könnte.
Jede Lehrkraft sollte aus dem zur Verfügung stehenden "Schülermaterial" - egal, in welcher Ausbildungsstufe - für die Gesellschaft und Wirtschaft brauchbare Menschen formen.

Beide, Führungs- und Lehrkraft haben dabei verantwortungsvolle Aufgaben zu bewältigen.

Es gibt nur einen tiefgreifenden Unterschied dabei:

Egal, welche Anforderung an den Meister oder die Führungskraft gestellt ist - Ausbildung eines nicht immer leicht zu führenden Lehrlings oder Herstellung eines Produkts aus nicht immer einwandfreien Zulieferungen - es wird immer ein erstklassiges Ergebnis von ihm oder ihr erwartet.

Dabei fragt niemand, ob nach Arbeitsschluss noch ein oder zwei Stunden draufgehen, um eventuelle Wissensdefizite des Lehrlings auszugleichen, die er aus der Pflichtschule "mitgebracht" hat. Wie sonst würde die Wirtschaft zu qualifizierten Facharbeitern kommen. Der Betrieb hat weder wochenlange Ferien noch betriebsautonome Tage - und Lehrwerkstätten leisten sich nur mehr Großbetriebe. Also ist der Meister täglich nicht nur mit einem reibungslosen Ablauf in der Fertigung, sondern auch mit den Problemen seiner Lehrlinge beschäftigt. Das für seine eigene Weiterbildung notwendige zusätzliche Wissen kann er sich zumeist auch erst nach Arbeitsschluss holen. Damit nicht genug, hat er seinen Mitarbeitern gegenüber ebenfalls die nötigen Führungsaufgaben zu erfüllen, um die Fertigung eines einwandfreien und wettbewerbsfähigen Produktes zu gewährleisten. Wenn das nicht gelingt, verliert entweder der Meister seinen Job oder der ganze Betrieb geht drauf. Da gibt es keine Pragmatisierung.
Wenn der Befund eines Unternehmensberaters einen Betrieb zu Umstrukturierungs-maßnahmen und Einsparungen zwingt, müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Unternehmen den neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen - da gibt es keine Möglichkeit höherer Budgetmittel. Alles unterliegt marktwirtschaftlichen Gesetzen und wenn die ignoriert werden, entstehen Probleme.

Wie ist das mit dem Bildungsauftrag?
Und:
Wo ist also der allgemeine Druck größer?

 


 

Das Berufsleben und dessen Zusammenhang mit den kosmischen Einflüssen

Unser Verbands-Kollege Emil Borovnik, der sich intensiv mit diesem Thema befasst, hat uns einen sehr interessanten Artikel übermittelt, in dem er seine Gedanken zu diesem Zusammenhang formuliert. Nun wird sich mancher fragen: Arbeitsalltag und Leistungsdruck - Philosophie und kosmische Einflüsse, passt denn das zusammen? Wir Techniker sind doch allgemein eher für nüchterne, weniger für philosophische Betrachtungsweisen bekannt. Schon - und trotzdem.......................

Der Sachbuchautor Max Uray schreibt in einem seiner Werke:
"Moderne, forschende und suchende Menschen geben sich ja mit wissenschaftlichen Theorien nicht mehr zufrieden und suchen Ganzheitliche Erklärungen. Sie möchten wohl ihre alltäglichen, subjektiven Erfahrungen über die Veränderungen im eigenen Wohlbefinden erklärt haben. Die Erklärung muss sich aber mit ihrem inneren Wissen decken. Nur dann führt sie zu einem AHA!-Erlebnis. Obwohl dieses innere Wissen bei den meisten Menschen verschüttet ist und kaum mehr direkt ins Bewusstsein tritt, so stellt sich doch bei "stimmigen" Aussagen intuitiv eine Art Zustimmung ein, ein Gefühl von Gewissheit. Das ist der Zeitpunkt, an dem viele Menschen innehalten, sich zu besinnen beginnen und sich auf die Suche nach den essentiellen Werten des Lebens machen."

Den Artikel von Emil Borovnik finden Sie hier.
Vielleicht führt die Lektüre auch bei Ihnen zu einem AHA!-Erlebnis. In dem Fall lassen Sie es uns wissen oder teilen Sie uns Ihre Meinung dazu mit - wir freuen uns auf Ihre Reaktionen. Ihre Nachricht senden Sie bitte an office@vbf.at.

 


 

In Bayern werden ausgebildete Meister gesucht.

In der Zeitung IMV - Intern des Industriemeisterverbandes in Deutschland schrieb Herr Bernhard Fürst über den Fachkräftemangel im Bayrischen Raum.
Darin stellte er fest wie sehr der ausgebildete Meister wieder gefragt ist. Die Unternehmen suchen derzeit bereits tausende dieser Wissensträger im unteren Management.
Es heißt, dass durch den enormen Fachkräftemangel der Volkswirtschaft bereits mehrere Milliarden Euro an Wertschöpfung entgehen.

Meister bekleiden bereits Führungspositionen die früher nur den Abgängern entsprechender Studiengänge vorbehalten waren. Und sie beweisen sich dabei.
Sie beweisen aber auch noch etwas ganz wichtiges, dass nämlich das Fachwissen mit dem praktischen Hintergrund in der Lage ist, mit einem fachorientierten Studium zu konkurrieren.
Um das Wachstum der Wirtschaft nicht zu gefährden, müsse die qualifizierte Ausbildung stärker gefördert werden.

Die Meister sind auch die Ausbilder des Nachwuchses. Er bildet die Facharbeiter der Zukunft aus die wieder zu Meistern werden.
Damit füllt er die Lücken im Management. Die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung muss zunehmende Bedeutung erlangen.